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Weimarer Menschenrechtspreis

veröffentlicht am 05.12.2015 von Annett Kircheis
in Rubrik(en) Neuigkeiten

Podiumsdiskussion mit der Preisträgerin für die Jahrgänge 10,11 und 12

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 Am Mittwoch, den 09.12.2015 – in der 3. und 4. Stunde, wird eine Podiumsdiskussion mit der diesjährigen Menschenrechtspreisträgerin in unserem Mehrzweckraum stattfinden.
Ihr werdet die einmalige Gelegenheit haben, Fragen an sie zu stellen.
Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion.

Eure Sozialkundelehrer/innen

Im Jahr 2013 haben wir den Menschenrechtspreisträger Benki Piyãko in unsere Schule eingeladen und während einer Podiumsdiskussion viel von ihm und seinem Engagement erfahren können. Am Mittwoch nutzen wir die Gelegenheit, die diesjährige Preisträgerin in unserer Schule zu empfangen.

Philippinische Ordensfrau erhält Menschenrechtspreis 2015
Die Stadt Weimar hat ihren Menschenrechtspreis in diesem Jahr an die philippinische Ordensfrau Stella Matutina vergeben. Die 47-Jährige setze sich unter Lebensgefahr für die Rechte der indigenen Bewohner der Insel Mindanao ein, begründete die Stadt die Entscheidung des Stadtrates. Die Katholikin prangere schwerwiegende Menschenrechts-verletzungen im Zusammenhang mit dem Goldabbau internationaler Konzerne in ihrer Heimat an. Die Zahl der Übergriffe auf die Urbevölkerung durch Militär und para-militärische Einheiten habe dramatisch zugenommen. Allein in den vergangenen zwei Jahren seien mehr als 100 Menschen getötet worden.
Der mit 2.500 Euro dotierte Preis soll nach Angaben der Stadtverwaltung am 10. Dezember an Stella Matutina übergeben werden. Weimar ehrt seit dem Jahr 1995 mit dem Menschenrechtspreis Personen und Organisationen, die sich beispielsweise gegen Völkermord einsetzen. Im vergangenen Jahr ging die Ehrung an zwei syrische christliche Bischöfe, die entführt worden sind und bis heute vermisst werden.

Die allgemeinen Grundlagen für die Vergabe des Preises hat die Stadt Weimar wie folgt begründet und formuliert.

Präambel

Viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Weimar lebten und litten unter Diktaturen. Auf der ganzen Welt haben auch heute noch unzählige Menschen unter staatlicher oder staatlich sanktionierter Verfolgung zu leiden. Angriffe auf Leib und Leben oder Eingriffe in die persönliche Freiheit gehören vielerorts zum Alltag. Wie durch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald vor den Toren der Stadt Weimar beschämend dokumentiert wird, sind Folter und Mord Instrumente auch staatlicher Machtausübung. Immer aber gab es auch schon Menschen, die sich - bis hin zum Einsatz ihres eigenen Lebens - gegen Unterdrückung und Gewalt zur Wehr setzten. Dies ist auch heute noch so. Die Stadt Weimar beehrt sich eingedenk ihrer besonderen geschichtlichen Verantwortung und als Zeichen für all die namenlosen Opfer von Diktaturen und anderen Willkürherrschaften in der Welt, deshalb einen Menschenrechtspreis zu verleihen.

Vergabekriterien

Die gemäß § 3 im Vergabeverfahren zu berücksichtigenden Auswahlkriterien sind:
Der „Menschenrechtspreis“ wird an Gruppen oder Einzelpersonen vergeben, die sich einsetzen für:

• die Freiheit und Gleichheit aller Menschen,
• die Verhütung und Ächtung von Völkermord,
• das Recht auf freie Meinungsäußerung des Einzelnen und auf freie Informationen,
• die Beteiligung von Menschen an öffentlichen Angelegenheiten ihres Staates,
• die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit sowie die Durchführung von freien, geheimen und periodisch wiederkehrenden Wahlen,
• die Achtung und Bewahrung von politischen, ethnischen, kulturellen und religiösen Rechten von Minoritäten,
• politisch, geschlechtsspezifisch, religiös und rassisch Verfolgte und die für diese Menschen Lebensperspektiven im Heimat- oder Aufnahmeland eröffnen,
• die Abschaffung der Todesstrafe,
• die Minimierung von Waffen- und Rüstungsexporten in Krisengebieten und an nicht demokratisch legitimierte Regierungen,
• die Umsetzung von zukunftsweisenden politischen und ethischen Grundsätzen,
• die Rechte von Kriegsopfern und anderen Opfern von Gewalt.

(http://www.menschenrechtspreis.de/der-preis.html. Stand: 2.12.2015)


Wir möchten mit dieser Podiumsdiskussion zum allgemeinen Nachdenken über Menschenrechte und das Engagement dafür anregen.

J. Gläser / S. Delpech

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