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Berlinfahrt 2017 – Jahrgang 12

veröffentlicht am 14.02.2017 von Annett Kircheis
in Rubrik(en) Startseite, Neuigkeiten

Auch in diesem Schuljahr haben wir es geschafft, mit den Kursen Geschichte (eA) und Sozialkunde (eA) nach Berlin zu fahren.

 Jeder weiß, dass man an einem Tag nicht viel und erst recht nicht „alles“ sehen und erfahren kann. Dennoch haben wir in den acht Stunden, die wir am 20. Januar in Berlin waren, viele Eindrücke sammeln können.
Wir haben die Dokumentationsstätte „Topographie des Terrors“ besucht. Die Führungen durch die Ausstellung waren sehr unterschiedlich. Wir konnten nur einen ersten Eindruck dieses Ortes und seiner Informationsangebote bekommen. Wer sich intensiver damit beschäftigen möchte, muss wohl noch mal hinfahren… Nichtsdestotrotz war der erste Eindruck sehr einprägsam. Man kann dort mit Hilfe von vielen Bildmaterialien erfahren, wie die Nationalsozialisten ihre menschenverachtende Ideologie kaum merklich und auf perfide Art und Weise in die Köpfe der Bevölkerung getragen und damit den allgegenwärtigen Terror begründet haben.
Nach dieser mitunter verstörenden Stunde sind wir zum Bundestag gefahren. Die dortigen Sicherheitsmaßnahmen sind nicht zu ignorieren und kosten Zeit. Manche Teilnehmer warteten hungrig und frierend vor dem Eingang, andere wiederum nahmen diese „Herausforderung“ an und nutzten die Zeit sinnvoll. Im Bundestag angekommen verfolgten wir eine Stunde lang die gerade stattfindende Plenardebatte. Es bot sich uns ein halb gefüllter Plenarsaal – alle Fraktionen waren vertreten. Wer genau hinschaute, konnte beobachten, wie sich die Abgeordneten selbst verwalten (Rednerlisten, Redezeiten) und wie sie sich miteinander auseinandersetzten. Im Anschluss führten wir ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin von Carsten Schneider – einem Bundestagesabgeordneten aus unserem Wahlkreis, der uns diese Fahrt ermöglichte. Die Schülerinnen und Schüler stellten verschiedene Fragen, so dass auch hier die Möglichkeit bestand, vieles für sich mitzunehmen. Unter anderem wurde hier erklärt, was es bedeutet, dass der Bundestag ein „Arbeitsparlament“ ist. Viele Abgeordnete sind beispielsweise nicht anwesend, weil mit unter Sitzungen parallel zu den Plenarsitzungen stattfinden. Selbstverständlich sind wir am Ende gemeinsam in die Glaskuppel und haben dort das Bild aufgenommen.
Den Abschluss unseres mehrstündigen Aufenthaltes in Berlin stellte der Besuch des Paul-Löbe-Hauses dar. Das ist ein „Nebengebäude“ des Bundestages, wo viele Abgeordnete ihre Büros haben und wo sich die Cafeteria befindet. Dort konnten wir mit Blick auf die Spree und das Reichstagsgebäude all die Eindrücke mit einem recht leckeren Essen setzen lassen.
Unsere Busfahrt, welche auf der Hinreise sehr ruhig war (Abfahrt war 6:00 Uhr früh), gestaltete sich auf dem Rückweg teilweise sehr fröhlich und heiter. Alle hatten nun keinen Hunger mehr… Leider kannten einige wenige der Gruppe ganz am Ende der Fahrt keine Grenzen – so dass die Heiterkeit zu diesem Zeitpunkt nicht dem Geschmack aller im Bus entsprach. Ich persönlich war über die Niveaulosigkeit sprachlos.
Es war ein ebenso langer wie schöner Tag. Herzlichen Dank an Carsten Schneider und sein Büro. Sie haben unsere Reise organisatorisch und finanziell unterstützt. Vielen Dank an Frau Hofmann und Frau Delpech, welche die Fahrt lange vorbereitet haben. Vielen Dank an unsere Referendare Herr Schläger und Herr Apitz, die so spontan als Begleitung eingesprungen sind. Und natürlich vielen Dank an alle Fachlehrer, welche uns an diesem Freitag haben ziehen lassen…

Judith Gläser

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