Juniorwahl am Humboldt-Gymnasium zur Bundestagswahl 2021

Am 22. und 23. September findet an unserer Schule die Juniorwahl statt

Wer soll über unsere Zukunft entscheiden? Wen würden wir wählen, wenn wir dürften?
16 Jahre Angela Merkel liegen hinter uns und viele Schüler:innen unseres Gymnasium waren noch gar nicht auf der Welt, als unsere Bundeskanzlerin in ihr Amt gewählt wurde. Nun wird das Amt der Bundeskanzlerin neu besetzt und diejenigen, die noch nicht 18 Jahre alt sind, dürfen immer noch nicht mitwählen. Deshalb nehmen wir, als das Humboldt-Gymnasium Weimar, wie schon mehrfach, an der Juniorwahl teil.
Die Juniorwahl ist ein „Schulprojekt zur politischen Bildung anlässlich der Bundestagswahl am 26. September 2021“ und findet bereits seit 1999 statt. Aktuell nehmen 4500 Schulen an der Juniorwahl zur Bundestagswahl teil, davon 157 Schulen in Thüringen (Stand: 12.09.21). Das Projekt gewinnt mit jeder Wahl an Bekanntheit und an Teilnahmen. Noch vor zwei Jahren, zur Europawahl, beteiligten sich insgesamt 2760 Schulen, dieses Jahr möchten fast doppelt so viele Schulen teilnehmen, einige davon auch deutsche Schulen in Hauptstädten auf der ganzen Welt.
Am Humboldt-Gymnasium dürfen alle Schüler:innen ab der achten Klasse wählen. Es hat sich eine große Gruppe von Wahlhelfenden aus jeder wahlberechtigten Klassenstufe gefunden, wodurch die Vorbereitungsarbeiten erheblich erleichtert werden.
Am 22. und 23. September 2021 haben diejenigen Schüler:innen unserer Schule, welche eine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, die Möglichkeit, ihre Stimme bei der Juniorwahl zu nutzen. Die Wahl findet an beiden Tag jeweils in Hof- und Mittagspause voraussichtlich im Raum N22 statt.
Im Anschluss werden die Ergebnisse unserer Schule von den Freiwilligen ausgewertet und sowohl in der Schule als auch auf unserer Homepage und der Internetseite der Juniorwahl, dort gemeinsam mit den Ergebnissen der anderen teilnehmenden Schulen, veröffentlicht.
Die Bundestagswahl der Bundesrepublik Deutschland entscheidet über die Besetzung des Bundestages. Hierbei stehen jeder wahlberechtigten Person zwei Stimmen zur Verfügung: Mit der Erststimme wird ein:e Direktkandidat:in gewählt, welche:r entweder einer politischen Partei angehört oder unabhängig kandidiert. Es ziehen hierbei 299 Abgeordnete in den Bundestag ein, da aus jedem der 299 Wahlkreise in Deutschland nur ein:e Direktkandidat:in das sogenannte Mandat erhalten kann. Theoretisch sind jetzt noch 299 weitere Sitze zu vergeben, da der Bundestag in der Theorie aus 598 Sitzen besteht. Darüber entscheidet die Zweitstimme. Hierbei wird eine der antretenden Parteien gewählt. 2021 gibt es davon 40! Wie viele Prozente die Parteien jeweils holen entscheidet dann über die sogenannten Mehrheitsverhältnisse des Bundestages. Da es durch die beiden Stimmen in der Praxis fast immer zu einem Ungleichgewicht kommt, gibt es noch die Überhang- und Ausgleichsmandate. Mehr dazu findet ihr hier: https://www.bpb.de/mediathek/339003/ueberhang-und-ausgleichsmandate-2021.
Wenn ihr an der Wahl teilnehmen möchtet, aber nicht wisst, welche Partei/Fraktion eure Meinung am ehesten vertritt oder ihr euch zu den Standpunkten der Parteien/Fraktionen informieren wollt, könnt ihr auch gern den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung nutzen: https://www.bpb.de/politik/wahlen/wahl-o-mat/bundestagswahl-2021/.
Die Bundestagswahl entscheidet über viele Thematiken, welche besonders die jüngeren Generationen betreffen und beschäftigen, wie z.B. die Klimakrise, Bildung, Migration/Integration und (Anti)rassismus. Mit der Juniorwahl können wir unseren Meinungen auch ohne Wahlberechtigung für die Bundestagswahl zu diesen und vielen weiteren Themen Ausdruck verleihen.
Wir freuen uns sehr auf eine hohe Wahlbeteiligung!

Quellen: https://www.juniorwahl.de und https://www.bpb.de/politik/wahlen/bundestagswahlen/
Text: Jovita Anhut, 12K3

veröffentlicht von G. Siegmund am 20.09.2021