Der „Gute Taten - Tag“ der Klasse 7c

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Der "Gute-Taten"-Tag der Klasse 7C - 1, Foto: ROB, Juni 2026

Am Dienstag, den 30.06., nahm unsere Klasse im Rahmen der Klassenleitertage an einem besonderen Projekt teil, das in Kooperation mit der Ehrenamtsagentur Weimar organisiert wurde.

Am Vormittag teilte sich die Klasse in drei Gruppen auf, die an unterschiedlichen Einsatzorten tätig waren. Eine Gruppe unterstützte den Kindergarten am Dichterweg, spielte mit den Kindern, las ihnen vor und verbrachte gemeinsam einen abwechslungsreichen Vormittag. Eine weitere Gruppe half beim Verein Hofatelier e.V. in Niedergrunstedt. Dort standen Malerarbeiten sowie das Entfernen von Unkraut auf dem Programm. Die dritte Gruppe besuchte die Marie-Seebach-Stiftung. Dort wurden Zweiergruppen gebildet, die mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch kamen und ihnen Zeit und Aufmerksamkeit schenkten.

Der Tag hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern bleibende Eindrücke. Besonders im Kindergarten entstanden schnell enge Kontakte. So berichtete ein Schüler: „Mir ist im Kopf geblieben, dass mich alle Kinder in den Arm genommen haben, als ich in den Kindergarten kam. Sie waren sehr nett und offen.“ Ein anderer erzählte schmunzelnd: „Die Kinder haben mich gejagt, weil sie dachten, ich hätte einen Reifen zu ihnen rollen lassen.“ Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Betreuung vieler kleiner Kinder auch herausfordernd sein kann: „Ich habe gelernt, dass es herausfordernd ist, auf viele kleine Kinder aufzupassen – zum Beispiel, als mich ein kleines Kind mit Sand abgeworfen hat und ich mit ihm schimpfen musste.“ Besonders schön fand eine Schülerin, „dass ich einen kleinen Kumpel gefunden habe und sogar ein kleines Bild geschenkt bekommen habe.“

Auch der Einsatz in Niedergrunstedt bot viele neue Erfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler lernten unter anderem, wie Holz abgeschliffen und anschließend neu bemalt wird. „Am Ende haben wir schon richtig schnell gearbeitet“, berichtete ein Schüler. Zwar war das Unkrautjäten anstrengend – „Das mit dem Unkraut rausmachen war nicht so gut, weil man alles mit der Hand machen musste und der Rücken schnell weh tat“ –, dafür wurden die Helferinnen und Helfer mit einem leckeren Frühstück und Mittagessen belohnt.

In der Marie-Seebach-Stiftung standen die Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Mittelpunkt. Viele Gespräche waren besonders bewegend und spannend. Eine Schülerin schrieb: „Ich war im Altenheim und fand es sehr spannend und ruhig dort. Die Leute waren super nett.“ Beeindruckend waren auch die persönlichen Lebensgeschichten: So begegneten die Jugendlichen einer 105-jährigen Bewohnerin und unterhielten sich mit einem ehemaligen Lehrer, der viermal an Krebs erkrankt war und viel aus seinem Leben erzählte. Ein weiteres besonderes Erlebnis war die Begegnung mit einem Künstler, der seine Ausstellung zeigte und den Schülerinnen und Schülern sogar die Relativitätstheorie näherbrachte.

Als Anerkennung für ihren Einsatz erhielten alle Teilnehmenden eine Urkunde der Ehrenamtsagentur Weimar sowie einen Notizblock.

Tirza Rodenburger

veröffentlicht von J. Gläser-Stark am 03.07.2026, 08:46