Begegnung mit der Cellistin von Auschwitz

Eine beeindruckende Frau spricht mit Schülern

Frau Lasker-Wallfisch, Foto: K.Sauer; 7/2019

Anita Lasker-Wallfisch wurde geboren am 17. Juli 1925 in Breslau im heutigen Polen. Mittlerweile lebt sie in Großbritannien. Frau Lasker-Wallfisch war Cellistin im „Mädchenorchester von Auschwitz“. Am Freitag, den 28. Juni 2019 hat sie um 11 Uhr eine Lesung aus ihrem Buch „Ihr sollt die Wahrheit erben. Die Cellistin von Auschwitz - Erinnerungen“ in Weimar gehalten. In dem Buch berichtet sie über ihre jüdische Familie, ihre Schwester Renate, welche auch überlebte, und vor allem über sich selbst zur Zeit der Deportation und des Aufenthalts in Auschwitz. Schüler aus verschiedenen Schulen waren am Freitag in der „Notenbank“ und lauschten der Lesung und den Antworten auf die im Anschluss gestellten Fragen. Anita Lasker-Wallfisch ist inzwischen 94 Jahre alt, auf uns wirkte sie aber eher wie 74. Auf Fragen wie „Wie haben Sie es geschafft, nicht zusammenzubrechen?“ antwortete sie „Seh’ ich so aus? Das ist keine Frage, die sich damals stellte. Heute leistet man sich solche Fragen, aber damals gab es keine Wahl“. Wir haben sie als sehr mutig und trotz ihres Schicksals als lebensfrohe Frau wahrgenommen. Besonders bemerkenswert war, dass Frau Lasker-Wallfisch so offen und persönlich mit uns geredet hat. Außerdem hat sie betont, dass wir die Politik aufmerksam verfolgen sollen, denn es darf nie wieder zu etwas wie dem Holocaust kommen!

Jovita Anhut

veröffentlicht von Annett Kircheis am 21.07.2019