6.02.2019: Der Sozialkunde Kurs (eA) 12 trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel

So hat Frau Merkel das Treffen erlebt!

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Treffen mit Frau Merkel, Foto: M.Schutt, 06.02.2019

Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/deutschland-feiert-die-demokratie-1577014 (07.02.2019)


Kanzlerin Merkel traf sich neben den offiziellen Veranstaltungen mit einer 12. Klasse des Humboldt-Gymnasiums in Weimar. Die Schülerinnen und Schüler hatten in dem Workshop "Denkraum Demokratie" Fragen zum Thema "Lehren aus Weimar für Europa heute" erarbeitet. Es sei eine Freude gewesen, "mit jungen Leuten darüber zu diskutieren, was Demokratie heute bedeutet, was Europa heute für uns bedeutet, weil Europa ja auch eine Lehre aus dem Scheitern der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus ist", sagte Merkel.
Es sei wichtig, junge Menschen dazu zu ermutigen, sich nicht nur repräsentiert zu fühlen, sondern auch etwas für die Demokratie zu tun. "Denn es gibt keine Selbstverständlichkeiten, sondern jede Generation muss wieder für Demokratie kämpfen", betonte die Kanzlerin. Das Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern habe erfreulicherweise gezeigt, dass junge Leute genau das wollen und auch tun werden.
So haben wir den Tag erlebt!
Nachdem die Sicherheitskontrolle passiert und die lange Belehrungsliste von Seiten der Staatskanzlei, z.B. zu den Scharfschützen auf dem Dach, abgearbeitet war, konnte der Workshop „Denkraum Demokratie“, geleitet von der Schwarzkopf- Stiftung beginnen. Die Schüler*innen sprachen über die Weimarer Republik und die Gründe des Scheiterns. Darauf aufbauend wurden zum einen Ideen entwickelt, wie gerade junge Menschen sich aktiv an politischen Prozessen beteiligen können und zum anderen wurde über die Entstehung der Europäischen Union diskutiert. Aus dieser Erarbeitungsphase entstanden konkrete Fragen an die Bundeskanzlerin.
Die Nervosität stieg zunehmend und trotz guter Vorbereitung waren alle unglaublich aufgeregt und angespannt. Früher als geplant (die Kanzlerin hat ihre Pause lieber mit uns verbracht) betrat Frau Merkel den kleinen Raum im Herderzentrum und begrüßte alle Schüler*innen persönlich mit Handschlag.
Die Diskussionsrunde begann mit einer Positionierungsfrage, bei der Frau Merkel und die Schüler*innen entscheiden sollten, was für sie das Wichtigste in einer Demokratie sei: 1. repräsentiert zu werden, 2. dass die Mehrheit entscheidet, 3. dass die Menschenrechte gewahrt werden oder 4. dass alle ihre Meinung sagen dürfen (Frau Merkel entschied sich für 2.).
Nach dieser kleinen Aufwärmrunde musste sich Frau Merkel den Fragen der Schüler*innen stellen. Dabei gelang es ihr sehr geschickt, eine Diskussion mit den Schüler*innen entstehen zu lassen und sie forderte auch deren Meinung mit ein. So wurden Fragen zu den Lehren der Weimarer Republik für die junge Generation, dem Brexit und der Rolle von Lobbyisten gestellt. Auch forderten die Schüler*innen ihr Engagement in Bezug auf die Mobilisierung von jungen Wählern ein und was sie konkret unternimmt, um die Wahlbeteiligung vor allem bei den Europawahlen zu steigern. Die Schüler*innen äußerten ihre Sorgen in Bezug auf die Beeinflussung und Manipulation durch soziale Medien und z.B. Dark Ads und die Mobilisierung von jungen Wählern durch extreme Parteien. Auch wurden persönliche Fragen gestellt. So wollten die Schüler*innen wissen, was Frau Merkel als größte Bedrohung der Demokratie ansieht und wie sie ihre Rolle als Frau in einer Männerdomäne wahrnimmt.
Die Bundeskanzlerin ermutigte die Schüler*innen, sich für Demokratie aktiv einzusetzen und diese nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen (Hier nannte sie das Sprichwort: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, welches sie auf unser persönliches Autogramm geschrieben hat.).
Auch appellierte sie an den Sachverstand der Jugendlichen, Informationen zu hinterfragen und kritisch und verantwortungsbewusst mit sozialen Medien umzugehen. In Debatten dürften niemals Gefühle, wie z.B. Wut und Neid über den sachlichen Fakten stehen.
Die Bundeskanzlerin nahm sich für die Diskussionsrunde auch am Ende mehr Zeit, als der straffe Zeitplan es vorsah. Sie schaffte es, eine aufgelockerte und entspannte Atmosphäre entstehen zu lassen und fesselte die Schüler*innen mit sehr durchdachten und schülernahen Beiträgen. Dabei hielt sie immer Augenkontakt zu den Schüler*innen und wir alle hatten das Gefühl, dass nicht nur wir das Gespräch genossen.
Ein kleines Geschenk gab es ganz zum Schluss. Alle Schüler*innen erhalten eine Sonderausgabe des Grundgesetzes (70 Jahre Grundgesetz).
Das Treffen mit der Bundeskanzlerin hat bei uns allen einen prägenden Eindruck hinterlassen und wir sind unendlich dankbar, dass wir dieses Privileg genießen durften. Wir danken deshalb ganz besonders Frau Evers vom Nationaltheater Weimar, die dieses Treffen organisiert und uns ermöglicht hat.


A. Hofmann

veröffentlicht von Annett Kircheis am 09.02.2019

Feedback

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    cooler Junge am 10.02.2019, 12:38 coole sache
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    Alle meine Entchen schwimmen auf dem See , schwimmen auf dem See , Köpfchen in das Wasser , schwänzchen in die höh am 17.02.2019, 15:29 Merkel ist mein idol
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